Reisen nach Frankreich

Seit 2014 organisieren wir einen Bürgeraustausch mit Châteauroux, denn persönliche Begegnungen mit Menschen aus der Partnerstadt sind der beste Weg, sich gegenseitig kennenzulernen.
Nachdem wir in diesem Jahr Bürger aus Châteauroux bei uns zu Besuch hatten, soll es im nächsten Jahr wieder nach Frankreich gehen.
Wir fahren vom 31. Mai bis zum 5. Juni; Der Abfahrtstag ist Fronleichnam, damit man möglichst wenig Urlaubstage für die Fahrt einsetzen muss.

Sie finden hier eine Beschreibung der Reise

und ein Anmeldeformular.

Das Programm kann sich noch etwas ändern, aber die Struktur aus Tourismus, Begegnung und Informationen über die Stadt Châteauroux und ihre Bewohner steht fest. Der Preis kann noch (geringfügig) sinken.

Ab sofort sind Anmeldungen möglich und hier finden Sie ein Anmeldeformular.



Bericht und Fotos zur Fahrt nach Brüssel im Oktober 2017


Unsere Fahrt ging in diesem Jahr "nur" ins französisch-sprachige Ausland. Wir sind - gemeinsam mit der DFG Bielefeld - nach Brüssel gefahren. Auf dem Programm stand eine Mischung aus touristischen Besichtigungen, Besuchen europäischer Einrichtungen und Treffen von Abgeordneten oder Beschäftigten des Europaparlaments. und die Begegnung mit Menschen - unser erklärtes Ziel bei den Reisen - kam auch nicht zu kurz.

Zum Bericht und den Fotos



Unsere Bürgerfahrt nach Châteauroux im Mai 2016!

Haben sie schon einmal Bananen, gewachsen in Châteauroux, gegessen? Oder direkt unter einem Airbus A 330 gestanden? Von der Beleuchterbrücke auf die Bühne eines großen Theaters hinab gesehen? Mit einem Burkinabé einen „vin d'honneur” getrunken?

Die Teilnehmer unserer Bürgerreise haben das und noch viel mehr tun können. Wir waren zu 14 Personen in unserer Partnerstadt, um die Stadt und ihre Bürger kennenzulernen, alte Freundschaften aufzufrischen oder neue knüpfen. Wie bei der ersten „Bürgerreise” nach Châteauroux in 2014 und dem Gegenbesuch im letzten Jahr ging es um Kontakte auf der persönlichen Ebene: Wir wollten mit Franzosen reden, das tägliche Leben in der Partnerstadt kennen lernen, gemeinsam Châteauroux neu oder wieder entdecken.


Foto: Susanne Zimmermann, Stadt Gütersloh

Châteauroux ist in diesem Jahr 25 Jahre mit der polnischen Stadt Olsztyn befreundet und unabhängige Terminplanungen hatten dazu geführt, dass dieses Jubiläum am vergangenen Wochenende gefeiert wurde. Gleichzeitig mit uns waren daher auch Bürgermeister oder ihre Stellvertreter aus Olsztyn in Polen, Bittou in Burkina Faso, Fresno in Kalifornien und natürlich aus Gütersloh waren gekommen. Sie wollten die Unterzeichnung des offiziellen Jubiläumsdokuments und die Taufe eines Teils des Stadtparks von Châteauroux auf den Namen „Garten von Olsztyn” erleben. Auch unsere Gruppe war zu den Feiern eingeladen und hat die Zeremonie und das anschließende Glas Champagner, den „vin d'honneur” genossen, interessanter waren aber wahrscheinlich die inoffiziellen Effekte.

Die Delegationen aus Gütersloh und Bittou haben nämlich auch an einigen unserer Programmpunkte teilgenommen und so einen besonderen privaten Austausch ermöglicht. Außerdem waren zwei unserer Teilnehmer bei Familien untergebracht, die gleichzeitig je einen Vertreter aus Bittou beherbergten. Frühstück in einer französischen Familie mit Gästen aus Burkina Faso, eine nicht alltägliche Gelegenheit zu interkulturellem Austausch.

Neben der obligatorischen Stadtführung und einem Ausflug zum Gutshaus von George Sand, einer Schriftstellerin aus dem 19. Jahrhundert, bot unser Programm einige ungewöhnliche Punkte. Wir haben den „éco-campus” besichtigt, ein Gebäudekomplex auf den Resten einer ehemaligen Tuchfabrik, in dem unterschiedliche Studien- und Ausbildungsangebote kombiniert werden. In einer Einführung konnten wir diskutieren, wie das französische Bildungssystem funktioniert und welchen Wert der Campus für die Stadtentwicklung von Châteauroux hat. Dann haben wir praktische Ausbildungsplätze besichtigt. Mit Stolz wurde darauf hingewiesen, dass die Einrichtung sich an dem deutschen Dualen Ausbildungssystem orientiert.

Am Montag stand der Flugplatz von Châteauroux und eine dort angesiedelte Firma für Flugzeuglackierungen auf dem Programm. In einem riesigen Hangar einen Airbus A 330 von unten betrachten zu können, das erlebt man auch nicht oft. Führungen im Flughafen gibt es normalerweise nicht; unsere Einladung an unsere Gastgeber, am Programm teilzunehmen, wurde daher in diesem Fall besonders gern angenommen.

Die Bananen wurden uns in den Gewächshäusern der Stadt angeboten. Dort befindet sich ein Tropenhaus, normalerweise nicht der Öffentlichkeit zugänglich, aber bemerkenswert vielfältig. Die Pflanzen waren selbst gezogen oder im Tausch von anderen botanischen Gärten Frankreichs erworben.

Den besonderen Blick auf die Bühne hatten wir im Équinoxe, dem Theater von Châteauroux. Neben den sportlichen Übungen haben wir auch Wissenswertes über die Programmpolitik und die Preisgestaltung erfahren.

Bei einer Reise nach Frankreich hat Essen natürlich immer einen besonderen Stellenwert. Unsere Mahlzeiten waren sehr unterschiedlich: Am ersten Abend eine bretonische Galette, dann ein Gericht aus den ehemaligen Kolonien und auch gehobene französische Küche. Ein Picknick, vorbereitet von unseren Gastgebern, bot unterschiedliche Spezialitäten der Region - hausgemacht!

Dass unser Programm außergewöhnlich war, belegen auch die Anmerkungen der Teilnehmer. „Ich war schon in Châteauroux, aber was ich jetzt gesehen habe, das kannte ich alles nicht.“ staunte Marianne und für Eberhard war der Aufenthalt „eine so interessante Zeit wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe.” Unser Hauptziel, mit Menschen aus unserer Partnerstadt in Kontakt zu kommen, haben wir offensichtlich auch erreicht. „Ich habe noch nie in so kurzer Zeit mit so vielen verschiedenen Menschen gesprochen, und das auch noch französisch.” war Dietmars Kommentar auf der Rückfahrt.

Am letzten Abend wurden schon die ersten Gespräche für die Planung des Gegenbesuchs in 2017 geführt, und die nächste Fahrt in zwei Jahren ist ebenfalls beschlossen.